Nur meine Eltern sind noch da

Ernst Ernst hatte Vera beim Sport kennen gelernt, konnte aber nie mit ihr allein sein. Immer war sie mit ihrer Mutter, ihrer Freundin oder einer anderen Person zusammen. Eines Tages fragte ihn Vera:

“Wollen Sie heute Abend zu mir kommen?”

“Zu Ihnen, Vera?” Ernst war ?berrascht.

“Ja, wir sind dann ganz allein.”

“Wir zwei? Ganz allein?”

“Nur meine Eltern sind noch da.”

Da hatte Ernst eine Idee. Er ging in eine Apotheke und sagte:

“Ich brauche Schlaftabletten.”

“Sollen es starke Tabletten sein?”, fragte der Apotheker.

“Nein”, sagte Ernst.

Und nun erkl?rte er dem Apotheker:

“Ich brauche die Schlaftabletten f?r einen besonderen Zweck. Heute Abend gehe ich zu einem M?dchen. Ich liebe es sehr. Aber immer sind die Eltern zu Hause, und wir k?nnen niemals allein sein. Deshalb m?chte ich den lieben Eltern ein paar Schlaftabletten in den Tee geben. Dann bleibe ich endlich mit ihr allein. Ist das nicht eine gute Idee?”

Der Apotheker verstand den jungen Mann.

“Vier Mark f?nfzig”, sagte er und gab ihm die Tabletten.

Um neun Uhr stand Ernst vor Veras T?r. Die Schlaftabletten hatte er in seiner Tasche. Er klingelte. Man ?ffnete die T?r. In der T?r stand Veras Vater. – Das war der Apotheker.